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Wissenswertes zu den Techniken

Originalgraphik
ist der Gattungsbegriff sowie in der Druckgraphik die Bezeichnung für das Einzelblatt einer Auflage (neben der kein motivgleiches Unikat bzw. keine Vorlage existiert), bei dem der Künstler selbst Entwurf, Druckform bzw. Drucküberwachung und Signatur ausführt.
 
Nachstehend finden Sie eine kurze Beschreibung zu den wichtigsten künstlerischen Techniken in diesem Bereich.
Holzschnitt
 
Linolschnitt
 
Lithographie
 
Radierung
 
Siebdruck
 
  • Holzschnitt
    Hochdruckverfahren, bei dem ein parallel zu den Fasern geschnittenes Stück Langholz (auch mit starkem Furnier belegte Holzplatten) als Druckstock dient. Das Bildmotiv wird mit verschiedenen Messern (z.B. Rund-, Flach-, und Hohleisen ,Geißfuß) in das Holz gegraben, wobei der Verlauf der Maserung die Arbeitsrichtung wesentlich bestimmt. Typisch für den Holzschnitt sind die kräftigen Linien und Farbkontraste.
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  • Linolschnitt [ Beispiel ]
    Hochdruckverfahren, bei dem aus einer Linoleumplatte (Korkmehl, Harz und oxydiertes Leinölfirnis auf Jutegewebe) das Bildmotiv z.B. mit Messer ,Hohleisen oder Stichel herausgeschnitten wird. Bei einer speziellen Variante des mehrfarbigen Linolschnitts, der sogenannten „Verlorenen Form“, wird die Platte nach jedem Druckvorgang weiter bearbeitet und dann zur Druckform für die nächste Farbe. Die komplette Auflage eines mehrfarbigen Linolschnitts kann so von nur einer Platte gedruckt werden.
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  • Lithographie [ Beispiel ]
    (griech. Lithos = Stein) Flachdruckverfahren, bei dem traditionell eine 10-15 cm dicke Platte aus kohlensaurem Solnhofer Kalkschiefer als Druckform fungiert, da dieser Stein Fett und Wasser gleichermassen gut aufnimmt. Der Stein wird plan geschliffen und anschliessend mit Alaun entsäuert. Auf den so präparierten Stein wird mit fetthaltiger Tusche oder Kreide gezeichnet. Die fetthaltigen Substanzen verbinden sich mit dem kohlensauren- zu fettsaurem Kalk, einer Schicht, die Fett aufnimmt. Wasser jedoch abstösst. Die nicht bezeichneten Stellen werden befeuchtet und mit einer Mischung aus Gummi Arabicum und verdünnter Salpetersäure bestrichen und so fettabstossend gemacht (Ätzung). Mit einer Asphaltlacklösung, die das gezeichnete Fettbild verstärkt, und Terpentintinktur, die dessen ursprüngliche Farbe entfernt (und so die Zeichnung unsichtbar macht) , wird die Platte anschliessend geschwemmt. Danach wird sie erneut befeuchtet, mit einer Walze wird fette Druckfarbe aufgetragen, die nur an den bezeichneten Stellen haftet (und so die ursprüngliche Zeichnung wieder sichtbar macht) und gedruckt. Die lithographische Handpresse, für den künstlerischen Druck immer noch unentbehrlich, unterscheidet sich wesentlich von Hoch- und Tiefdruckpressen. Am besten bewährt hat sich die sogenannte Sternpresse, eine Rollenpresse, die von Hand mit Hilfe eines sternförmigen Triebrades betätigt wird. Der vom Druckträger (z.B. Papier) bedeckte Stein ruht auf einer beweglichen Unterlage, die zwischen zwei kräftig drückenden Rollen hindurchgetrieben wird, wobei die Druckfarbe auf das Papier gepresst wird. Es gibt zahlreiche Verfahrensvarianten, so z.B. die Feder, Pinsel- oder Kreidelithographie, Drucke von Zink-oder Aluminiumplatten.
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  • Radierung [ Beispiel ]
    (lat.radere= kratzen, schaben), ursprünglich Bezeichnung für ein im 16. Jahrhundert aus dem Kupferstich entwickeltes, der Strichätzung sehr ähnliches Tiefdruckverfahren. Heute wird der Begriff Radierung überwiegend als Sammelbezeichnung für Tiefdruckverfahren verwendet, bei denen von Platten (aus Metall, meist Kupfer, Zink, Aluminium, hartem Kunststoff (z.B. Acryl, PVC oder sogar Glas) gedruckt wird, in die vorher das Motiv geritzt (Kaltnadelradierung) und/oder geätzt (Strichätzung) wurde, sowie deren zahlreiche Spielarten (z.B. Aquatinta, Schabtechnik, Weichgrundätzung). Von allen druckgraphischen Techniken ist die Radierung die variantenreichste, da ihren technischen Möglichkeiten und Kombinationen kaum Grenzen gesetzt sind.
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  • Siebdruck [ Beispiel ]
    Druckverfahren, bei dem die Druckform aus einem siebartigen Gewebe besteht, das beim künstlerischen, anders als beim industriellen Siebdruck in der Regel über einen Rahmen gespannt ist. Auf diesem Sieb wird ein Bildmotiv derart festgelegt, dass diejenigen Partien durchlässig bleiben, die auf dem Druckträger (z.B. Papier) Gedruckt werden sollen. Abgedeckt wird, was nicht bedruckt werden soll. Ein druckfertig präpariertes Sieb nennt man Schablone, Beim Druckvorgang wird die Farbe mit einer Rakel durch die offenen Stellen des Siebes auf den Druckträger gepresst. Für jede zu druckende Farbe muss eine separate Schablone gefertigt werden, zu deren Herstellung es eine Vielzahl von Methoden und Materialien gibt. So werden u.a. Abdeck-, Auswasch-,Papier- und, heute am häufigsten , Photoschablonen verwandt. Für letztere wird das Sieb mit einer lichtempfindlichen Emulsion beschichtet. Alle lichtundurchlässigen Materialien , die sich zwischen einer Lichtquelle und dem beschichteten Sieb befinden, können auf das Sieb kopiert werden .Die belichteten Partien des Siebes werden dabei gehärtet, d.h. farbundurchlässig gemacht. Unbelichtete Flächen werden dagegen ausgewaschen, das Sieb dadurch geöffnet und farbdurchlässig.
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An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen einen kleinen Querschnitt der angebotenen Kunstwerke

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